Der Sportartikelhersteller Puma hat jetzt sogenannte Puma-Recyclingbags in seinen Filialen aufgestellt. Damit sollen Kunden die Möglichkeit haben in allen Puma-Stores alte Turnschuhe oder ausgediente Sportkleidung umweltgerecht und nachhaltig zu entsorgen bzw. zum Recycling freizugeben. Langfristig hat die Firma Puma aus Herzogenaurach das Ziel einen geschlossenen Kreislauf für alle Materialien zu errichten. Dabei müssen die alten Schuhe und Kleidungsstücke, welche die Kunden in die Recyclingbags (“Bring-me-back”) werfen können, nicht von Puma sein. Vielmehr können Produkte aller Marken zurückgegeben und recycelt werden. Puma möchte zum “nachhaltigsten Sportlifestyle-Unternehmen” werden und seine Marke mit einem umweltfreundlichen und nachhaltigen Image versehen. Dazu versucht man den sogenannten ökologischen Fussabdruck zu verringern. Die zurückgegebenen Materialien werden entweder zerlegt um die einzelnen Rohstoffe recyclen zu können oder, wenn sie noch in gutem Zustand sind, weiterverwendet. Diese “Bring-me-back”-Kampagne von Pume wurde nun in Deutschland gestartet, ab Herbst soll sie aber auf weitere europäische Länder erweitert werden und im Laufe des Jahres 2013 sogar weltweit eingeführt werden. Puma ist damit Vorreiter im Bereich Produktrecycling, nicht nur in der eigenen Sporthersteller-Branche.
Eine interessante Recycling-Variante um Papier zu sparen haben einige Forscher aus Großbritannien entwickelt: Bei mit einem Laserdrucker bedrucktem Papier ist es möglich per Laser den Toner wieder zu entfernen, so dass das Papier erneut bedruckt werden kann. Das Papier wird quasi “entdruckt”. Das Ganze geschieht über Hitze (durch den Laser) und muss dabei ziemlich schnell passieren, damit das Papier nicht beschädigt wird.
Laut den beteiligten Forschern der renommierten Universität in Cambridge lässt sich das Verfahren pro Blatt Papier bis zu fünfmal einsetzen. Durch diese Methode würden sich natürlich Ressourcen (sprich: Wälder) schonen lassen, außerdem soll durch das neue Verfahren bis zu 80 Prozent weniger Kohlendioxid freigesetzt werden als beim herkömmlichen Recycling von Papier.
Noch ist dieses Verfahren in der Erprobungsphase und die Forscher sind auf der Suche nach Unterstützern für den Bau eines Prototyps. Doch jede Technologie hat mal klein angefangen, wenn dieses Verfahren sich durchsetzen sollte und weiter verbessert wird werden wir vielleicht irgendwann viel weniger Papier benötigen, weil es vielleicht immer wieder verwendet werden kann.
Die Öko-Aktivistin und Recycling-Künstlerin Katell Gélébart hat den mit 75.000 Euro dotierten Kairos Preis gewonnen, der von der Alfred Toepfer-Stiftung vergeben wird. Katell Gélébart ist seit Jahren dafür bekannt Mode aus recycelten Materialien zu erstellen, in Amsterdam hat sie dafür sogar in der vergangenheit einen eigenen Shop betrieben. Bereits als Kind hatte Katell Gélébart Spaß daran aus Abfall-Materialien Kleider und Möbel für ihre Puppen zu basteln. Später hat die auch bei den Umweltorganisationen Greenpeace und Robin Hood aktive Künstlerin ihr Hobby zum Beruf bzw. zur Berufung gemacht. Katell Gélébart versucht dabei das Angenehme mit dem Nützlichen zu verbinden: Einerseits geht es ihr ganz klar um die Müllvermeidung durch Recycling, aber auch kreatives Mode-Design mit Stil ist ihr Ziel. Katell Gélébart sieht sich dabei auch etwas in missionarischer Mission, gerade in Ländern wo Recycling noch nicht so stark im Bewusstsein der Menschen verankert ist versucht sie sich zu engagieren. Zum Beispiel in Indien: Hier rät sie der Bevölkerung in touristischen Regionen Souvenirs aus recycelten Materialien herzustellen und zu verkaufen, die dann sicherlich als typisches Andenken für die jeweilige Region als Andenken ihre Käufer finden dürften.
Ist das Recyclen von PVC ökologisch sinnvoll? Um das Herauszufinden hat das Unternehmen VinyLoop eine Ökobilanz in Auftrag gegeben, in welcher der Energieverbrauch und der Schadstoffausstoss für die herkömmliche Herstellung von PVC mit dem PVC-Recycling verglichen wurde. Das Ergebnis: Beim Recycling von PVC wird die Umwelt deutlich geschont im Vergleich zum normalen Herstellungsverfahren: Der Primärenergiebedarf liegt etwa 46 Prozent und das Treibhauspotential knapp 39 Prozent unter den Werten für die konventionelle PVC-Herstellung. Um der Gefahr zu entgehen, dass dieses Ergebnis als vom Auftraggeber gesteuert bewertet wird hat man die DEKRA diese Ökobilanz prüfen lassen und das Ergebnis wurde bestätigt. Durch das Recycling von PVC wird also definitiv die Umwelt entlastet und Ressourcen werden gespart.