10 Jahre Dosenpfand

Was war das für ein Tumult bei der Einführung: Die Grünen haben in Form von Jürgen Trittin im Jahr 2003 den Dosenpfand durchgesetzt. Und das sogar gesetzeskonform, denn der Anteil von Mehrwegflaschen war unter die gesetzliche Marke von 72 Prozent gerutscht, und daher musste gehandelt werden.

Solche Möchtegern-Grenzen gibt es ja häufig in der Politik, man sehe sich nur die ganzen roten Linien bei der Griechenland-Rettung an. Die 72-Prozent-Marke beim Mehrweganteil war eigentlich auch so eine Gutwill-Marke, zumindest als sie eingeführt wurde. Es konnte ja keiner ahnen, dass wenn sie überschritten wird die Grünen mit an der Macht sind und tatsächlich Nägel mit Köpfen machen…

Dosenpfand ist mittlerweile allgemein akzeptiert. Der Widerstand war damals wohl auch eher allgemeiner Natur gegen ein grünes Projekt und nicht rational. Doch den Anteil an Mehrwegflaschen hat der Dosenpfand überhaupt nicht bewirkt. Stattdessen hat er eine völlig neue Beschäftigungsart geschaffen: Die Pfandsammler.

Wer hat sie noch nicht gesehen, die meist armen Leute die mit Taschenlampen in Mülleimern nach Pfanddosen suchen oder an einem Hauptbahnhof schnell durch den Zug huschen um leere Dosen einzusammeln. Hochkonjunktur hat diese Branche bei gut besuchten Fußballspielen.

Ich vergesse nie wie eine Gruppe Amerikaner bei ihrem ersten Deutschland-Besuch anlässlich der WM2006 als bleibenden Eindruck das deutsche Pfandsystem mitgenommen haben. Der bleibende Eindruck war: Volkswirtschaftlich genial: Für Leute, denen es auf die paar Cent nicht ankommt ändert sich nicht viel, aber viele arme Leute haben eine zusätzliche Einnahmequelle (für die sie meist auch Zeit haben) und gleichzeitig wird die Umwelt nicht mehr so “vollgemüllt”.

Auch wenn es anders gekommen ist als gedacht: Der Dosenpfand ist irgendwie doch eine Erfolgsgeschichte geworden.

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Recycling von Flugzeugen

Die meisten Menschen denken beim Wort Recycling ja an Mülltrennung, den gelben Sack oder einen Wertstoffhof. Also eher im haushaltsüblichen Rahmen. Es geht aber auch ein paar Nummern größer: In Braunschweig gibt es eine Firma Keske, die hat sich auf das Recyceln von Flugzeugen spezialisiert. Denn so ein ausgedientes Flugzeug besteht natürlich aus jeder Menge wertvollen Materialien, Aluminium, Stahl, Kupfer etc. Der Materialwert recycle barer Teile eines typischen Jets beläuft sich auf ungefähr 100.000 Euro. Also: so ein Flugzeug einfach nur verschrotten zu lassen ist finanziell und aus umweltschutzgründen ziemlich dumm. Nur wie kann man sich das praktisch vorstellen?

Das Ganze findet nicht etwa in Braunschweig oder in Deutschland statt sondern in Malaysia. Dort werden die Flugzeuge mit schwerem Gerät in die Einzelteile zerlegt. Die dadurch gewonnenen Rohstoffe werden dann per Schiff wieder nach Deutschland transportiert, wo sie dann wieder aufgearbeitet werden. In Frankreich und den USA ist dieses Business bereits seit Jahren üblich, sehr viel Potential zum Recyceln gibt es wohl noch in Afrika, wo sehr viele alte Flugzeuge noch in Betrieb sind die bald ein Fall für die Wiederaufarbeitung sein dürften.

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Schulstart für den Blauen Engel

In Deutschland werden jährlich etwa 200 Millionen Schulhefte verkauft, davon sind nur etwa 10 Prozent aus recycelten Materialen hergestellt. Ein erschreckend niedriger Wert, hier gibt es noch viel Potential zum Energie sparen und die Umwelt zu schonen. Denn: Bei der Herstellung von Recyclingpapier wird nur etwa halb so viel Energie und Wasser benötigt als bei der herkömmlichen Herstellung von Papier, dem sogenannten Frischfaserpapier.

Deshalb gibt es nun zum zweiten Mal die Kampagne „Schulstart für den Blauen Engel“, welche eine Gemeinschaftskampagne verschiedener Institutionen ist, unter anderem des Bundesumweltministeriums und des Umweltbundesamtes. Viele im Bereich Umweltschutz engagierte Gruppen und Vereine unterstützen die Kampagne, zum Beispiel die Initiative Pro Recyclingpapier, das Netzwerk Papierwerk, Oro verde und Utopia. Aber auch die Wirtschaft macht mit: Unter anderem die Firma Herlitz und die Supermarktkette kaufland versuchen den Verkauf von Schulheften aus Recyclingpapier zu fördern und deren Anteil an den verkauften Schulheften in Deutschland zu erhöhen.

Das Symbol des „Blauen Engels“ auf Heften garantiert, dass diese ohne Chlor oder andere umweltschädliche Bleichmittel und Chemikalien hergestellt wurden. Weitere Informationen zu der Kampagne findet man unter http://www.blauer-engel.de/schule.

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Alte Handys gehören nicht in den Hausmüll

Das Informationszentrum Mobilfunk IZMF hat darauf hingewiesen, dass in alten Handys für das Grundwasser belastende Schadstoffe enthalten sind wie Kupfer oder Blei. Daher sollten alte Handys auf keinen Fall im normalen Hausmüll entsorgt werden. Außerdem sind diese Wertstoffe sehr gefragt um sie zu recyclen. Daher sollte man seine Altgeräte entweder an einer entsprechenden Recy<cling-Stelle oder einem Wertstoffhof abgeben oder: Verschenken an gemeinnützige Organisationen. Diese verkaufen die Geräte für einen guten Zweck weiter oder verscheknen sie an Personen, die sich kein Handy leisten können. Auch die Handy-Hersteller selbst sind verpflichtet alte Geräte zurückzunehmen. Um diesen Weg zu gehen kann man in den meisten Fällen einfach das Gerät per Post an den Hersteller zurückschicken. Informationen dazu findet man auf den Internetseiten des jeweiligen Herstellers.

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